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++ Corona-Update ++ Jetzt trifft es doch die Schüler

WISSENSWERT


Staatspräsident Emmanuel Macron hat gestern Abend nach mehreren Monaten Sendepause im Fernsehen erneut selbst das Wort ergriffen: Die Corona-Situation in Frankreich verlange stärkere Einschnitte ins Leben der Bürger. Am kommenden Samstagabend geht das ganze Land in einen dritten Lockdown. An der bereits seit Wochen im confinement befindlichen Côte d’Azur (Departement Alpes-Maritimes) ändert sich nicht allzu viel. Hauptbetroffene sind hier die Schüler: Sie werden früher in die Frühlingsferien geschickt. Ab nächster Woche steht zunächst noch eine Woche Distanz-Unterricht an.


Emmanuel Macron gestern Abend bei seiner Rede an die Nation. Foto: Screenshot Youtube

Zunächst für vier Wochen, also praktisch den ganzen April, wird das öffentliche Frankreich zur Bekämpfung des Coronavirus teilweise lahmgelegt. In sämtlichen Departements, also nicht mehr nur in jenen 19 mit den höchsten Infektionszahlen, gelten ab Samstag, 3. April, 19 Uhr, dieselben Lockdown-Regeln.


Das Wichtigste im Überblick


  • Tagsüber (zwischen 6 und 19 Uhr) dürfen die Bürger sich nur noch in einem Radius von 10 Kilometern ums eigene Zuhause frei bewegen – es sei denn, es liegt ein zwingender Grund vor (dazu zählen wie gewohnt die Arbeit, Arztbesuche, zwingende familiäre Gründe, gerichtliche Vorladungen etc.). Wer seinen Radius verlässt, muss eine Bescheinigung mit Angabe des Grundes mitführen; innerhalb des Radius ist grundsätzlich ein Wohnsitznachweis mitzuführen (Stromrechnung o.ä.). Am Oster-Wochenende selbst sind jedoch Fahrten über die Regionalgrenzen hinaus erlaubt, „um sich zu isolieren“, so Macron.

  • Die nächtliche Sperrstunde zwischen 19 und 6 Uhr bleibt landesweit in Kraft (wer raus muss: ebenfalls attestation de déplacement dérogatoire ausfüllen)

  • Wo möglich, soll ausschließlich im Homeoffice gearbeitet werden

  • Die Schulen bleiben ab kommender Woche für drei (Grundschulen, Maternelles und Krippen) bzw. vier Wochen (Collèges, Lycées) geschlossen. Kommende Woche soll auf Distanz unterrichtet werden (wie in Frankreich zuletzt im vergangenen Frühling), ehe ganz Frankreich ab dem 12. April für zwei Wochen in die Ferien geht. Für die Schüler u.a. in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) bedeutet das vorgezogene Freizeit: Sie hätten eigentlich erst Ende April Ferien bekommen. Am 26. April sollen die Jüngeren wieder in die Schule dürfen, die Älteren (Collège und Lycée) weiterhin auf Distanz lernen, um hoffentlich zum 3. Mai in kleineren Gruppen zurückkehren zu können. Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern müssen und daher nicht zur Arbeit gehen können, erhalten staatliche Hilfe (chômage partiel). Studenten dürfen weiterhin an einem Tag pro Woche zur Uni.

  • Geschäfte mit nicht lebensnotwendigen Waren müssen überwiegend schließen bzw. auf den Verkauf durch „Click & Collect“ umstellen.


Lockerungen ab Mitte Mai?


Macron wollte gleichzeitig auch leise Hoffnung machen. Mithilfe des Lockdowns und der voranschreitenden Impfungen könne ab Mitte Mai mit Lockerungen gerechnet werden. Als erstes könnten dann, wenn der Plan aufgeht, Gastronomiebetriebe ihre Terrassen wieder öffnen. Nach und nach sollen anschließend Kultur-, Sport-, Freizeiteinrichtungen wieder in Betrieb gehen ebenso wie Cafés und Restaurants.


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